Starten Sie hier unverbindlich und kostenlos Ihre Anfrage

Konsumkredit

Bei einem Konsumkredit oder Konsumentenkredit handelt es sich um einen klassischen Ratenkredit. Die Kreditsumme kann beim Konsumkredit meist beliebig verwendet werden. Der Ratenkredit wird als Konsumkredit bezeichnet, weil Verbraucher den Kredit zu Konsumzwecken nutzen, um damit Anschaffungen für den Haushalt zu tätigen.

Um einen günstigen Konsumkredit zu bekommen, muss ein Kreditantragsteller einige wichtige Voraussetzungen mitbringen. Er muss volljährig sein, ein regelmäßiges Einkommen aus einer nicht selbstständigen Tätigkeit nachweisen und fest angestellt sein. Darüber hinaus muss die Schufa-Auskunft in Ordnung sein.

Der Konsumkredit zeichnet sich durch seine hohe Flexibilität in der Kredithöhe und der Laufzeit und durch die günstigen Konditionen aus, zu denen er vergeben wird. Die Rückzahlung erfolgt in gleichbleibend festen Raten.

Bonitätsprüfung

Im Rahmen der Bonitätsprüfung wird die Kreditwürdigkeit einer Person geprüft. Dazu wird die Schufa-Auskunft eingeholt, eine Haushaltsrechnung angestellt und ein Scoring-Verfahren angewendet.

Über die Schufa-Auskunft erfährt ein Kreditgeber etwas über das Zahlverhalten des Kreditantragstellers in der Vergangenheit und etwas, über die Höhe der bestehenden Verpflichtungen. Im Rahmen der Haushaltsrechnung wird dann berechnet, inwieweit ein Kreditantragsteller voraussichtlich in der Lage sein wird, aus seinem frei verfügbaren, pfändbaren Einkommen die Raten zu zahlen. Zu guter Letzt wird ein bankinternes Scoring-Verfahren angewendet, das den Kunden in Risikoklassen einstuft.

Im Ergebnis der Bonitätsprüfung entscheidet die Bank, ob sie einen Kreditantrag bewilligt und, wenn es sich um bonitätsabhängige Zinsen handelt, wie hoch die Zinsen sein werden.

Ohne Bonitätsprüfung erfolgt keine Kreditvergabe.

Blanko

Der Begriff blanko wird häufig im Zusammenhang mit der Vergabe von Ratenkrediten verwendet. Der Blankokredit ist eine gängige Kreditform, die sich im Wandel der Zeiten behaupten konnte. Nach wie vor werden die Konsumkredite blanko vergeben, was nichts anderes heißt, als das die Banken bei der Kreditvergabe auf die Stellung von dinglichen Sicherheiten verzichten.

Einen Kredit „blanko“ zu bekommen heißt, dass die Bank die Kreditwürdigkeit des Antragstellers prüft und ihm bei entsprechender Bonität den Kredit aufgrund der vorhandenen Auskünfte gibt. Der Kreditnehmer muss dafür in der Regel nicht mehr als ein pfändbares Einkommen nachweisen und im Kreditvertrag unterschreiben, dass der Kreditgeber für den Fall, dass der Kredit notleidend wird, berechtigt ist, den pfändbaren Teil des Lohnes zur Deckung der Restschuld zu verwenden.

Welche Voraussetzungen ein Kreditantragsteller erfüllen muss um einen Kredit blanko zu erhalten, ist in den Richtlinien zur Vergabe von Krediten bei den Banken festgeschrieben, die von Bank zu Bank unterschiedlich sein können. Zur zusätzlichen Absicherung von Blankokrediten verlangen die Banken häufig den Abschluss einer Restschuldversicherung.

Kreditvertrag

Ein Kreditvertrag ist ein Rechtsgeschäft, das durch mindestens zwei sich deckende Willenserklärungen (Angebot sowie Annahme) zustande kommt und die zwei Erklärenden rechtskräftig aneinander bindet.

Der Kreditvertrag enthält alle wichtigen Informationen über den Kredit, wie zum Beispiel die Laufzeit des Vertrages, die Kredithöhe, den Zinssatz (nominal und effektiv), die Höhe der Rate, persönliche Daten des Kreditnehmers, die Bankverbindung, den Termin für das Zahldatum sowie die Unterschrift der Vertragspartner (Kreditgeber und Kreditnehmer).

Ein Kredit kommt erst zur Auszahlung, wenn der Kreditvertrag von den Vertragspartnern unterschrieben ist und er endet mit der vollständigen Rückzahlung des Kredites. Gesetzliche Regelungen zum Kreditvertrag sind im Kreditwesengesetz verankert.

Kreditabwicklung

Unter Kreditabwicklung ist die Summe aller Maßnahmen zur Forderungsbeitreibung und Sicherheitenverwertung von gekündigten Krediten zu verstehen. Sogenannte notleidende Kredite müssen von den Banken zu ihren Lasten wertbereinigt und ausgebucht werden. Um die Verluste möglichst niedrig zu halten, haben die Banken einen gewissen Handlungsspielraum. Sie können notleidende Kredite verkaufen, sanieren oder eben die Kreditabwicklung vornehmen.

Unter Kreditabwicklung sind alle Maßnahmen des Kreditgebers (Gläubigers) zu verstehen, die nach der Kündigung des Kreditvertrages eingeleitet werden. Sie endet mit der vollständigen Rückzahlung der offenen Forderung, mit der Erfüllung eines geschlossenen Vergleichs oder der Verjährung.

Die Kreditabwicklung wird in der Regel durch die Rechtsabteilung beim Kreditgeber vorgenommen oder durch Inkassobüros. Die Titulierung der Forderung sowie die Betreibung gerichtlicher Zwangsmaßnahmen erledigen beauftragte Rechtsanwälten.

Dispokredit

Der Dispokredit wird Privatkunden bei entsprechender Bonität auf dem Girokonto zur Verfügung gestellt. Durch diesen Überziehungskreditrahmen kann spontan über das Konto verfügt werden, wenn es kein Guthaben aufweist. Der Dispokredit macht finanziell flexibel.

Ein Kontoinhaber kann frei entscheiden, für welche Zwecke er seinen Dispokredit nutzen möchte. In der Regel wird er als Liquiditätsreserve bei finanziellen Engpässen zum Monatsende oder bei außergewöhnlichen Belastungen und Spontankäufen genutzt.

Die Höhe des eingeräumten Kreditrahmens richtet sie sich nach dem monatlichen Einkommen des Kontoinhabers und kann bis zum Dreifachen des Nettoeinkommens betragen. Der Dispokredit kostet nur Zinsen, wenn er in Anspruch genommen wird. Bereitstellungskosten fallen nicht an. Die Zinsen für den Dispokredit sind verglichen mit dem Zinsniveau am Markt, relativ hoch. Eine Belastung erfolgt einmal im Quartal. Zurückgeführt wird der Dispo nach freiem Ermessen des Kontoinhabers.

Pfändbares Einkommen

Das pfändbare Einkommen spielt immer eine Rolle, wenn es um Gläubiger und Schuldner geht. Kommt ein Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach, darf der Gläubiger entsprechend den gesetzlichen Vorschriften den Teil des pfändbaren Einkommens nutzen, um die Schulden beizutreiben. Das pfändbare Einkommen ist dabei der Teil des Einkommens, der über der jeweilig gültigen Pfändungsfreigrenze liegt. Wie hoch das ist, ergibt sich aus den individuellen Verhältnissen, in denen ein Schuldner lebt.

Grundsätzlich kann man sich an der aktuellen Pfändungstabelle nach der ZPO orientieren. In dieser Tabelle ist festgelegt, wie hoch der Selbstbehalt unter Berücksichtigung der persönlichen Lebenssituation ist.

Das pfändbare Einkommen spielt bereits bei der Kreditvergabe eine wichtige Rolle. Banken vergeben Kredite nur, wenn Kreditantragsteller ein pfändbares Einkommen nachweisen können, das in der Höhe die Rate deckt.

Repräsentatives Beispiel

Wenn Banken mit den Konditionen für Kredite werben, müssen sie sich an gesetzliche Regelungen halten. Seit einiger Zeit müssen die Rahmenbedingungen anhand eines repräsentativen Beispiels deutlich gemacht werden. Dabei darf das Beispiel nicht den günstigsten Zinssatz ausweisen, sondern den Zins, der für mindestens zwei Drittel der zustande kommenden Verträge gilt.

Ein repräsentatives Beispiel muss Sachverhalte wie den Nettokreditbetrag, Laufzeit, Sollzinssatz, Effektivzinssatz und sonstige Kosten beinhalten. Dabei muss das Beispiel transparent und verständlich formuliert und in auffallender Weise präsentiert werden.

Das repräsentative Beispiel gibt potenziellen Kreditnehmern somit die Möglichkeit, sich zu orientieren und Angebote vorab zu vergleichen.

Vorfälligkeitsentschädigung

Die Vorfälligkeitsentschädigung wird immer zum Thema, wenn Kreditnehmer ihre Kredite vorzeitig ablösen wollen. Banken sind berechtigt, für den entgangenen Zinsverlust bei einer vorzeitigen Rückzahlung des Kredites eine Entschädigung zu berechnen, die Vorfälligkeitsentschädigung genannt wird.

Bei Konsumentenkrediten spielt die Vorfälligkeitsentschädigung eine eher untergeordnete Rolle. Viele Kreditgeber gestatten ihren Kunden die vorzeitige Kreditablösung, ohne dafür Kosten zu berechnen.

Anders verhält es sich mit der Vorfälligkeitsentschädigung bei Bau- und Immobilienfinanzierungen. Hier kann der Zinsverlust für die Bank spürbar sein, sodass die Vorfälligkeitsentschädigung dann auch so hoch sein kann, dass es sich für den Kreditnehmer nicht lohnt, den Kredit vorzeitig abzulösen.

 

Schufa-Auskunft

 

Die Schufa ist ein Dienstleister, der das Wirtschaftsleben unterstützt und durch die zeitnahe Bereitstellung der „Schufa-Auskunft“ von Personen schnelle und umkomplizierte Abschlüsse von Verträgen ermöglicht. Das sind im Wesentlichen Kreditverträge, Kaufverträge im Versandhandel, Mobilfunkverträge und/oder Mietverträge. Die Schufa-Auskunft einer Person gibt dem anfragenden Unternehmen, das Vertragspartner der Schufa sein muss, entsprechende Informationen, aus denen sich Hinweise zum Zahlverhalten ableiten lassen. Dabei beruhen die Informationen auf einem Geben und Nehmen. Die Vertragspartner der Schufa, zu denen eben auch Banken und Sparkassen gehören, geben ihrerseits vertragsbezogene Daten an die Schufa weiter. Bei der Schufa werden die Daten zu den Personen gespeichert und bei berechtigtem Interesse an die Vertragspartner weitergegeben.

 

Die Entscheidung, ob dann ein Vertrag mit einem Kunden eingegangen wird, trifft nicht die Schufa, sondern das Unternehmen, mit dem der Vertrag geschlossen werden soll. Alle Verbraucher haben das Recht, einmal jährlich kostenlos bei der Schufa ihre eigene Schufa-Auskunft anzufragen.

 

Effektivzins

 

Mit dem Effektivzins wird die reale oder tatsächliche Zinsbelastung eines Kredites angegeben. Dabei sind sämtliche Zahlungsströme zu den jeweiligen Zeitpunkten zu berücksichtigen.

 

Diese prozentuale Größe beinhaltet alle Kosten, die im Zusammenhang mit dem Kredit entstehen. Neben den Nominalzinsen, die für einen Kredit fällig sind, werden im Effektivzins auch andere Gebühren wie zum Beispiel die Bearbeitungsgebühr angegeben. So haben Verbraucher die Möglichkeit anhand des Effektivzinses unterschiedliche Kreditangebote miteinander vergleichen zu können.

 

Jeder Anbieter von Krediten ist laut § 4 der Preisangabenverordnung (PAngV) verpflichtet, bei Krediten mit Festkonditionen den Effektivzins anzugeben. Bei Krediten mit variablen Zinsen muss der Effektivzins als anfänglicher effektiver Jahreszins angegeben werden.

 

Die Berechnung des Effektivzinses erfolgt über den sogenannten internen Zinsfuß. Für Finanzmathematiker ist dies der Zinssatz, bei dem der auf den Kalkulationszeitpunkt bezogene Kapitalwert gleich Null ist.

 

Revolving Funktion

 

Bei einem Revolvingkonto beziehungsweise einem Revolving Kredit handelt es sich um ein Konto/Kredit das/der ausschließlich im Soll geführt wird. Verbrauchern ist die Revolving Funktion in der Regel bei der Nutzung von Kreditkarten mit Teilzahlungsfunktion bekannt. Die Revolving Funktion einer Kreditkarte macht besonders flexibel ist aber dementsprechend besonders teuer. Kreditkarten, die mit einer Revolving Funktion ausgestattet sind, werden in der Regel kostenlos ausgegeben. Die Banken verdienen das Geld ausschließlich dadurch, dass Karteninhaber die Revolving Funktion regelmäßig nutzen und für das ständige Führen des Kreditkartenkontos im Minus horrende Zinsen zahlen müssen.

 

Kreditkarten mit Revolving Funktion werden grundsätzlich nicht im Haben geführt. Der Kartenbesitzer kann über seinen Kreditrahmen, abzüglich des in Anspruch genommenen Saldos regelmäßig verfügen. Getilgt werden muss innerhalb einer vereinbarten Frist in der Regel ein fester Betrag von mindestens 30 Euro beziehungsweise ein prozentualer Anteil des Saldos.

 

Saldo

 

Unter einem Saldo versteht man den Unterschiedsbetrag zwischen den Haben- und den Sollbuchungen auf einem Konto. Das kann ein Girokonto, ein Kreditkartenkonto oder ein Darlehenskonto sein.

 

Der Saldo wird jeweils zum Zeitpunkt des Kontoabschlusses ermittelt und auf der den niedrigeren Betrag ausweisenden Seite des Kontos als Ausgleichsposten verbucht. Dabei überträgt man den Saldo der vorangegangenen Rechnungsperiode als „Saldovortrag“ auf die kommende Rechnungsperiode.

 

Von einem sogenannten Haben-Saldo wird gesprochen, wenn die Buchungen im Haben überwiegen, während beim Soll-Saldo die Verbindlichkeiten fast immer größer sind als das Guthaben.

 

Bei Krediten wird häufig auch von einem offenen Saldo gesprochen. Das ist der Betrag, der noch getilgt werden muss. Er ist gleichzusetzen mit der Ablösesumme.

 

Kreditvermittler

 

Unter einem Kreditvermittler versteht man einen Vermittler für Kredite und Darlehen. Für die erfolgreiche Vermittlung eines Kredits und Darlehens erhält der Kreditvermittler eine Provision. Diese Provision wird dem Kreditvermittler entweder vom Kunden oder von der Bank gezahlt. Sie wird erst mit der Auszahlung des Kredites fällig.

 

Um als Kreditvermittler in Deutschland tätig zu sein, wird eine behördliche Zulassung nach §34c der Gewerbeordnung benötigt. Zwischen einem Kunden und einem Kreditvermittler bedarf es nach §655a BGB wird ein Kreditvermittlungsvertrag geschlossen.

 

Ein Kreditvermittler kann einem Kunden Vorteile bringen, die dieser für sich selbst nicht hätte nutzbar machen können. Der Kreditvermittler verfügt über ein ausgewogenes Portfolio an Banken und kann dadurch seinem Kunden ein individuelles Kreditangebot unterbreiten, welches den persönlichen Voraussetzungen und Wünschen des Kunden am voll gerecht wird.

Zwingend erforderlich ist die Inanspruchnahme eines Kreditvermittlers für Kunden, die einen Kredit ohne Schufa beantragen wollen.

 

SSL-Verschlüsselung

 

Die Abkürzung SSL steht für Secure Sockets Layer. Sie bezeichnet ein hybrides Verschlüsselungsprotokoll, das zur sicheren Übertragung von Daten im Internet genutzt wird. Banken wenden die SSL-Verschlüsselung seit Jahren für die sichere Übertragung von persönlichen Daten an. Ein Laie erkennt die SSL-Verschlüsselung am goldenen Schloss im Browserfenster und an den Zeichen https.

 

 

 

Bearbeitungsgebühren

 

Bei der Vergabe von Krediten erheben viele Banken immer noch eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von bis zu drei Prozent des Kreditbetrages. Bei Konsumentenkrediten ist die Berechnung einer Bearbeitungsgebühr laut aktueller Rechtsprechung zwar nicht unbedingt zulässig, aber trotzdem sollten sich Kreditnehmer immer genau über alle sonstigen Kosten informieren, die für die Bereitstellung eines Kredites erhoben werden.

 

Mit der Bearbeitung von Kreditanfragen, für die vonseiten der Banken eine Bearbeitungsgebühr erhoben wird, handeln die Banken eigentlich in ihrem ureigenen Interesse, weil sie sich vor Kreditausfällen schützen wollen. Die damit verbundenen Bearbeitungsgebühren für das Einholen von Schufa-Auskünften und/oder anderen kostenpflichtigen Informationen sollten nicht auf die Kreditnehmer abgewälzt werden.

 

Als Verbraucher hat man es heute selbst in der Hand, indem man Kredit nur bei Banken beantragt, die keine Bearbeitungsgebühren erheben.

 

Kreditausfallrisiko

 

Unter dem Begriff Kreditausfallrisiko ist das vorhandene Risiko des Ausfalls von Forderungen an einen Kreditnehmer zu verstehen. Es definiert die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalles der vom Kreditnehmer zu erbringenden Zins – und Tilgungsleistungen zur ordnungsgemäßen Rückführung einer bestehenden Schuld.

 

Vor jeder Kreditgewährung wird die Bonität der Antragsteller geprüft, um das Kreditausfallrisiko einzuschätzen. Ziel der Banken ist dabei, das Kreditausfallrisiko möglichst klein zu halten. Ist das Kreditausfallrisiko vorab erkennbar groß, ist das mit einer schlechten Bonität des Kreditantragstellers gleichzusetzen. Um das Kreditausfallrisiko zu minimieren, wird die Bank dann weitere Sicherheiten zum Beispiel in Form einer Bürgschaft fordern. Kunden mit erhöhtem Kreditausfallrisiko zahlen zudem bei Krediten mit bonitätsabhängigen Zinsen einen deutlich höheren Zinssatz.

Starten Sie hier unverbindlich und kostenlos Ihre Anfrage

Starten Sie hier unverbindlich und kostenlos Ihre Anfrage