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Warum sind Dispokredite so teuer?

Ein Dispokredit birgt Gefahren!

Das Prinzip ist einfach, aber eben teuer. Wenn kein Geld mehr auf dem Girokonto ist, räumt die Bank ihren Kunden einen Dispokredit ein. Doch dieses Angebot, das manchmal automatisch kommt, hat seine Tücken. Der Kredit auf dem Dispo ist der teuerste Kredit, den man als Verbraucher haben kann.

Die Zinssätze für den Dispo sind bisweilen doppelt so hoch, wie bei klassischen Ratenkrediten. Von daher sollte sich jeder verinnerlichen, dass der Dispo wirklich nur dafür gedacht ist, kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Das sagen selbst die Experten vom Bundesverband deutscher Banken in Berlin. Auch Stiftung Warentest rät Verbrauchern immer wieder, den Dispo nur im Notfall und nur für kurze Zeit in Anspruch zu nehmen. Als Verbraucher sollte man nie vergessen, wie teuer es ist, den Dispo zu nutzen.

Warum die Banken bei den Dispozinsen so zulangen

Bisher hat alle Aufregung nichts genützt. Selbst in der aktuellen Niedrigzinsphase, wo die Banken kaum Geld bezahlen müssen, wenn sie sich Geld leihen, ist der Dispozins nach wie vor extrem hoch. Im Jahr 2012 wurde ein Durchschnitt von 11,44 Prozent ermittelt. Das ist der Durchschnitt, was heißt, es gibt vereinzelt Direktbanken, wie zum Beispiel die DKB, bei der man mit knapp 7 Prozent vergleichsweise günstig wegkommt. Andererseits gibt es Volksbanken und Sparkassen, die deutlich über dem Durchschnitt liegen – hier wird dann auch schon von Abzocke gesprochen.

Den Dispokredit gibt es seit 1970, obwohl so bekannt und häufig wegen der hohen Zinsen in der Kritik, spielt der Dispo beim gesamten Kreditvolumen immer nur eine untergeordnete Rolle. Laut einer Statistik der Bundesbank belief sich das Kreditvolumen der Privathaushalte im Jahr 2011 auf circa 140 Milliarden Euro. Nicht einmal zehn Prozent des Betrages entfielen dabei auf den Dispositionskredit und der Trend zeigt weiter abwärts, weil die Bundesbürger anscheinend gelernt haben.

Wer bekommt wie viel Dispo

Warum sind Dispokredite so teuer?

Wie wird ein Dispo berechnet?

Wer einen Dispokredit bekommt und wie hoch er ausfällt, entscheidet jede Bank für sich. In der Regel ist das abhängig von den Zahlungseingängen des Kunden und vom Zahlungsverhalten. Je besser die Bonität, desto leichter lässt sich über die Höhe und den Zins verhandeln. Einen Anspruch auf den Dispo hat niemand. So kann sich der Kreditrahmen auch ändern, wenn das Einkommen sinkt. Wenn Banken Gefahr im Verzug sehen, reagieren sie meistens schnell und senken den Rahmen oder kündigen den Dispo, indem sie in sofort fällig stellen.

Die hohen Zinsen für den Dispo werden vonseiten der Banken damit begründet, dass den Kunden hier ein flexibler Kreditrahmen gewährt wird, für den keine Bereitstellungszinsen verlangt werden. Gezahlt werden muss nur bei Inanspruchnahme. Wie teuer der Dispo letzten Endes wir entscheidet der Kunde allein durch seine Ausgaben.

Mit dem Dispo in die Schuldenfalle?

Die Gefahr sich zu verschulden besteht immer nur dann, wenn der Dispo regelmäßig genutzt und wie ein zweites Einkommen betrachtet wird. Wer dann auch noch den Teilzahlungskredit bei den Kreditkartenabrechnungen nutzt und monatliche Verpflichtungen aus Ratenkrediten zu bedienen hat, für den kann es irgendwann eng werden, wenn das Girokonto dauerhaft im Minus geführt wird.

Der sichere Umgang mit dem Dispo

Der Dispo allein kann sinnvoll sein, wenn kurzfristige Liquiditätsengpässe überbrückt werden sollen. Verbraucher, die ihr Girokonto bei einer Bank führen, die überdurchschnittlich hohe Zinsen verlangt, sollten über einen Kontowechsel hin zu einer Bank, die niedrige Dispozinsen hat, nachdenken. Wer sich bei der Inanspruchnahme des Dispos übernommen hat und es nicht mehr schafft, mit den monatlichen Zahlungseingängen den Saldo annähernd auszugleichen, der sollte die Möglichkeit einer Umschuldung in Erwägung ziehen und den teuren Dispo mit einem günstigen Ratenkredit ablösen.

Der Dispo an sich ist eine gute Sache und exorbitant hohe Zinsen muss niemand zahlen. Es ist nicht nur wichtig, ein kostenloses Girokonto zu führen, sondern das Girokonto möglichst kostenlos bei einer Bank zu führen, die bei den Zinsen für den Dispo nicht zu den „Abzockern“ gehört.

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